Begriffe der Elliott-Wellen-Theorie
Impulswelle:
Eine Impulswelle besteht streng nach der Elliott-Theorie aus 5 Teilen und wird mit Zahlen gekennzeichnet 1;2;3;4;5. Sie verläuft in Richtung des Hauptrend´s einer bestimmten Zeitebene. Die Unterwellen 1;3;5 sind ihrerseits Impulswellen und verlaufen immer in Richtung der übergeordneten Impulswelle. Eine Sonderform der Impulswelle ist die Extension, sie verfügt über mehr als 5 Teilwellen ( Fraktale).
Korrekturwelle:
Eine Korrekturwelle läuft einer vorangegangenen Impulswelle, gleicher Zeitebene entgegen. Sie korrigiert den Kursgewinn oder Verlust. Korrekturwellen werden mit Buchstaben A;B;C;D;E gekennzeichnet und sind zum Teil sehr komplexe Formationen. Die Grundmuster der Korrekturwellen (Flat, Zigzag ), sind 3-teilig, das Triangle 5-teilig. Korrekturmuster aber können sich aus den verschiedensten Kombinationen dieser Grundmuster zusammensetzen und sind deshalb sehr schwer zu analysieren. Korrekturformationen sind ihrerseits Bestandteile einer übergeordneten Impulswelle.
Fraktal:
Fraktal lat.: gebrochen, in seine Bestandteile zerlegt. Bedeutet für die Elliott-Wave-Theorie das sich Wellenformationen, Kursmuster, immer wieder gleichen unabhängig von der betrachteten Zeitebene aus. So hat ein Zigzag im Minutenchart das gleiche Erscheinungsbild wie ein Zigzag auf Tagesbasis usw.
Retracement:
Kurszielmarken deren Grundlage durch die Fibonacci-Zahlenverhältnisse gebildet wird. Für die Elliott-Wellen-Analyse werden folgende Fibonacci-Verhältnisse in Anwendung gebracht: 0,236; 0,382; 0,5; 0,618; 1,618; 2,618; 4,236; 6,853. Erreicht eine Welle 2 z.B., das 0,618 Retracement, so hat diese Welle 2, 61,8% von der vorangegangenen Welle 1 korrigiert. In Zahlen ausgedrückt, hat die Welle 1 eine Ausdehnung von 100 Punkte gehabt, so hat sich die Welle 2, als Korrekturwelle mit erreichen des 0,618 Retracements, 61,8 Punkte, in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Sie hat damit 61,8% von Welle 1 korrigiert. Retracements oder Zahlenverhältnisse sind ein sehr wichtiges Instrument zur Bestimmung von Kursmustern nach dem Elliott-Regelwerk. So hat jedes Korrekturmuster ein genaues Anforderungsprofil an die internen Wellenlängen.
Wechselregel:
Elementarer Grundsatz der Elliott-Wellen-Theorie und besagt das ein und dasselbe Bewegungsmuster niemals hintereinander auftreten kann, sondern das sich die Muster permanent abwechseln müssen. Diese Regel trifft ausnahmslos für alle Bereiche der Theorie zu.
Fibonacci-Zahlenfolge:
Eine von Leonardo Fibonacci da Pisa im dreizehnten Jahrhundert entdeckte Zahlenfolge, welche es ermöglicht die logarithmische Spirale von Wachstum und Rückgang, die auf fast alle in der Natur vorkommenden Vorgänge anwendbar ist, mathematisch zu definieren. Die später nach ihm selbst benannte Zahlenfolge wurde von Ralph Nelson Elliott auf die Finanzmärkte übertragen.
